Kastrations-Aktionen – was ist das eigentlich?

Bei Kastrations-Aktionen fangen wir herumstreunende Katzen mit Hilfe von Lebendfallen ein. Die Tiere lassen wir anschließend gründlich von unserer Tierärztin untersuchen, behandeln und – wenn ihr Gesundheitszustand es zulässt – auch gleich kastrieren sowie mit einer Tätowierung in den Ohren kennzeichnen. Sobald sich die Katzen wieder ausreichend erholt haben, bringen wir sie in ihr angestammtes Revier zurück.

Ausnahmen bilden hier Katzenwelpen sowie ältere Tiere, die (noch) nicht zu scheu bzw. verwildert sind. Diese Tiere bringen wir nicht zurück, sondern nehmen sie in unserem Tierhaus auf, versorgen und zähmen sie und versuchen anschließend, ein richtiges Zuhause für sie zu finden.

[showbiz kastraktion]

Warum sind solche Kastrations-Aktionen überhaupt so wichtig?

Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise zwei Millionen herrenlose Katzen – oftmals sind es die Nachkommen unkastrierter Haus- oder Hofkatzen! Und ihre Zahl wächst ständig weiter, da diese Tiere natürlich ebenfalls nicht kastriert sind und sich so völlig unkon­trolliert immer weiter vermehren.

Viele dieser Tiere leiden an Hunger und sind krank oder verletzt und sterben qualvoll daran.

Um diesem traurigen Schicksal der Straßentiere etwas entgegenzuhalten, versuchen wir, die ständig wachsende Katzenflut – auf humane Weise! – schon im Vorfeld einzudäm­men, denn jede kastrierte Katze, die keine weiteren Nachkommen mehr zeugen kann (die dann ja auch wieder versorgt und kastriert werden müssten) bedeutet einen echten Erfolg!

Noch mehr gute Argumente für die Kastration von Katzen
finden Sie in unserer ausführlichen Info
„Kastration bei Katzen – warum ist sie so wichtig?“

Was wir noch gegen das Katzenelend tun?

Um nicht nur die Anzahl der Tiere zu verringern, sondern auch ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, versuchen wir, möglichst viele betreute Kontroll- und Futterstellen für sie einzurichten, wo die Katzen auch weiterhin versorgt, gefüttert und kontrolliert werden.

Daneben versuchen wir natürlich auch, die Öffentlichkeit auf das Elend der Straßenkatzen aufmerksam zu machen und – hoffentlich! – irgendwann zum Umdenken zu bewegen.

Denn wie bereits erwähnt sind gerade Katzenhalter oft mitschuldig am großen Katzenjammer: Gewähren Sie ihren nicht kastrierten Tieren Freigang, verschärfen sie das bereits vorhandene Problem zusätzlich, da sich diese Tiere natürlich auch mit den Straßentieren paaren und so zu noch mehr Nachkommen führen, die dann elend auf den Straßen vor sich hin vegetieren.

Dies ist auch der Grund, warum wir eine Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang nach dem sog. „Paderborner Modell“ absolut befürworten! Tatsächlich sind wir überhaupt nicht begeistert davon, alles gesetzlich regeln und vorschreiben zu lassen. Aber scheinbar geht es leider nicht anders, denn trotz jahrelanger Aufklärung und Information weigern sich noch immer viele Katzenbesitzer vehement, Verantwortung zu übernehmen und ihre Tiere kastrieren zu lassen – sei es aus Dummheit, Unwissenheit oder schlichtweg Ignoranz.

Wir sehen daher mittlerweile keine Alternative mehr zu einer Kastrationspflicht, denn einfach wegzuschauen und stattdessen lieber die ganze Verantwortung zur Verbesserung der Situation der leidenden Straßentiere auf die Tierschutz-Organisationen abzuwälzen, funktioniert einfach nicht auf Dauer …

Was SIE für die Straßentiere tun können …

Wenn auch Ihnen das Leiden der Straßentiere nicht gleichgültig ist, haben Sie viele Möglichkeiten, etwas zu tun:

  • Lassen Sie Ihre eigenen Tiere rechtzeitig (!) kastrieren, wenn Sie Ihnen Freigang gewähren möchten
  • Klären Sie auch Ihr Umfeld immer wieder darüber auf, wie wichtig die Kastration von Katzen ist
  • Unterstützen Sie unsere Kastrations-Aktionen, indem sie uns informieren, wenn bei Ihnen verwilderte Tiere herumstreunen oder wenn Sie Orte kennen, wo sich solche Tiere vermehrt aufhalten
  • Gewähren Sie uns Zugang zu ihrem Grundstück, wenn sich dort Streunerkatzen befinden, damit wir dort unsere Lebendfallen aufstellen können
  • Helfen Sie uns aktiv beim Einfangen der Tiere
  • Unterstützen Sie die Errichtung von betreuten Kontroll- und Futterstellen, um den Tieren dort auch nachhaltig helfen zu können
  • Geben Sie einem (oder mehreren  icon_wp-wink ) Straßentieren ein Zuhause
  • Unterstützen Sie unsere Tierschutzarbeit durch Geld-, Futter- oder Sachspenden

♡ ♡ ♡   DANKE für Ihre Unterstützung!   ♡ ♡ ♡