Kastrations-Aktionen – was ist das eigentlich?

Bei Kastrations-Aktionen fangen wir herumstreunende Katzen mit Hilfe von Lebendfallen ein. Die Tiere lassen wir anschließend gründlich von unserer Tierärztin untersuchen, behandeln und – wenn ihr Gesundheitszustand es zulässt – auch gleich kastrieren sowie mit einer Tätowierung in den Ohren kennzeichnen. Sobald sich die Katzen wieder ausreichend erholt haben, bringen wir sie in ihr angestammtes Revier zurück.

Ausnahmen bilden hier Katzenwelpen sowie ältere Tiere, die (noch) nicht zu scheu bzw. verwildert sind. Diese Tiere bringen wir nicht zurück, sondern nehmen sie in unserem Tierhaus auf, versorgen und zähmen sie und versuchen anschließend, ein richtiges Zuhause für sie zu finden.

  • Streuner-Kätzin Jo­dy kam hoch­träch­tig zu uns und hat vier wun­der­schö­ne Kids zur Welt ge­bracht. In­zwisch­en ha­ben alle Fa­mil­ien­mit­glie­der lie­be­volle Zu­hau­se ge­fun­den. Update 05.08.'17
  • Die schon ältere Kätz­in Li­san­na kam durch eine Kas­trat­ions-Akt­ion zu uns; doch da war sie be­reits hoch­träch­tig. Wir be­rich­ten über ihr­en Wer­de­gang und den ihr­er 4 Jungs. Update 17.06.'17
  • Durch einen Ar­ti­kel un­ser­er Tier­schutz­kol­leg­en von der Streu­ner­hil­fe Ni-No e.V. wur­den wir auf ei­ne ca. 24-köpf­ige Streu­ner­katz­en-Po­pu­lat­ion in Lotte auf­merk­sam. Wir be­rich­ten von un­ser­er Hilfs-Akt­ion für die Tie­re. Update 24.09.'17
  • Kater Pepe und Kätz­in Be­ni­ta kam­en durch eine Kas­trat­ions-Akt­ion zu uns und sind seit­dem ab­so­lut un­zer­trenn­lich. Nun hat das nied­liche Pär­chen ein lie­be­voll­es, ge­mein­sam­es Zu­hau­se ge­fun­den. Update 09.03.'17
  • Am 28.09.'16 unter­stütz­en wir Hartz IV - Em­pfäng­er fi­nanz­iell bei der Kas­trat­ion ihr­er Katz­en und Ka­ter. Nutz­en Sie die Chan­ce und mel­den Sie sich recht­zeit­ig an!
  • Das WDR-Fern­seh­en hat ein­en in­ter­ess­an­ten Be­richt zum The­ma "Kas­trat­ions­pflicht für Katz­en" ver­öff­ent­licht. Auch wir seh­en hier dring­end Hand­lungs­be­darf!
  • Streuner­kater Linus kam durch eine Kas­trat­ions-Akt­ion zu uns. Nun hat der klei­ne Rot­kopf ein lie­be­voll­es Zu­hau­se ge­fun­den. Update 12.04.'16
  • Wir berichten von unserer Kas­tat­ions-Akt­ion am 27. Jan. '16.
  • Captain Hook ist ein rie­si­ger Streu­ner-Ka­ter, der zwar eine fes­te Futt­er­stelle hat, nun aber dring­end tier­ärzt­liche Hil­fe be­nö­tig­te. Update 15.01.'16
  • Unser freund­lich­er Ka­ter Möppi kam durch eine Kas­trat­ions-Akt­ion zu uns und hat ein lie­be­voll­es Zu­hau­se samt Katz­en­kum­pel ge­fun­den. Update 19.12.15
  • Die Geschichte von Ka­ter­chen Bernd und Lenny, die durch eine Kas­trat­ions-Akt­ion zu uns ka­men und nun bei­de ein neu­es Zu­hau­se ge­fun­den ha­ben. Update 16.11.'15
  • Unser Kampf gegen die Wind­mühl­en geht wei­ter: Am ers­ten Tag un­ser­er Kas­trat­ions-Akt­ion konn­ten wir be­reits 10 Tiere ein­fang­en!
  • Wir berichten über unsere aktuellen Hilfsaktionen, bei denen wir darum kämpfen, das Elend der Streunertiere zu mildern. Update 23.04.'15
  • Bei der heutigen Kastrations-Aktion hatten zwei unserer ehrenamtlichen Helfer ihren ersten Einsatz, den sie super gemeistert haben!
  • Wegen des milden Winters starten wir schon jetzt wieder unsere Kastrations-Aktionen bei freilebenden Katzen, um aktiv gegen das Tierleid vorzugehen!

Warum sind solche Kastrations-Aktionen überhaupt so wichtig?

Allein in Deutschland gibt es schätzungsweise zwei Millionen herrenlose Katzen – oftmals sind es die Nachkommen unkastrierter Haus- oder Hofkatzen! Und ihre Zahl wächst ständig weiter, da diese Tiere natürlich ebenfalls nicht kastriert sind und sich so völlig unkon­trolliert immer weiter vermehren.

Viele dieser Tiere leiden an Hunger und sind krank oder verletzt und sterben qualvoll daran.

Um diesem traurigen Schicksal der Straßentiere etwas entgegenzuhalten, versuchen wir, die ständig wachsende Katzenflut – auf humane Weise! – schon im Vorfeld einzudäm­men, denn jede kastrierte Katze, die keine weiteren Nachkommen mehr zeugen kann (die dann ja auch wieder versorgt und kastriert werden müssten) bedeutet einen echten Erfolg!

Noch mehr gute Argumente für die Kastration von Katzen
finden Sie in unserer ausführlichen Info
„Kastration bei Katzen – warum ist sie so wichtig?“

Was wir noch gegen das Katzenelend tun?

Um nicht nur die Anzahl der Tiere zu verringern, sondern auch ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern, versuchen wir, möglichst viele betreute Kontroll- und Futterstellen für sie einzurichten, wo die Katzen auch weiterhin versorgt, gefüttert und kontrolliert werden.

Daneben versuchen wir natürlich auch, die Öffentlichkeit auf das Elend der Straßenkatzen aufmerksam zu machen und – hoffentlich! – irgendwann zum Umdenken zu bewegen.

Denn wie bereits erwähnt sind gerade Katzenhalter oft mitschuldig am großen Katzenjammer: Gewähren Sie ihren nicht kastrierten Tieren Freigang, verschärfen sie das bereits vorhandene Problem zusätzlich, da sich diese Tiere natürlich auch mit den Straßentieren paaren und so zu noch mehr Nachkommen führen, die dann elend auf den Straßen vor sich hin vegetieren.

Dies ist auch der Grund, warum wir eine Kastrationspflicht für Hauskatzen mit Freigang nach dem sog. „Paderborner Modell“ absolut befürworten! Tatsächlich sind wir überhaupt nicht begeistert davon, alles gesetzlich regeln und vorschreiben zu lassen. Aber scheinbar geht es leider nicht anders, denn trotz jahrelanger Aufklärung und Information weigern sich noch immer viele Katzenbesitzer vehement, Verantwortung zu übernehmen und ihre Tiere kastrieren zu lassen – sei es aus Dummheit, Unwissenheit oder schlichtweg Ignoranz.

Wir sehen daher mittlerweile keine Alternative mehr zu einer Kastrationspflicht, denn einfach wegzuschauen und stattdessen lieber die ganze Verantwortung zur Verbesserung der Situation der leidenden Straßentiere auf die Tierschutz-Organisationen abzuwälzen, funktioniert einfach nicht auf Dauer …

Was SIE für die Straßentiere tun können …

Wenn auch Ihnen das Leiden der Straßentiere nicht gleichgültig ist, haben Sie viele Möglichkeiten, etwas zu tun:

  • Lassen Sie Ihre eigenen Tiere rechtzeitig (!) kastrieren, wenn Sie Ihnen Freigang gewähren möchten
  • Klären Sie auch Ihr Umfeld immer wieder darüber auf, wie wichtig die Kastration von Katzen ist
  • Unterstützen Sie unsere Kastrations-Aktionen, indem sie uns informieren, wenn bei Ihnen verwilderte Tiere herumstreunen oder wenn Sie Orte kennen, wo sich solche Tiere vermehrt aufhalten
  • Gewähren Sie uns Zugang zu ihrem Grundstück, wenn sich dort Streunerkatzen befinden, damit wir dort unsere Lebendfallen aufstellen können
  • Helfen Sie uns aktiv beim Einfangen der Tiere
  • Unterstützen Sie die Errichtung von betreuten Kontroll- und Futterstellen, um den Tieren dort auch nachhaltig helfen zu können
  • Geben Sie einem (oder mehreren  icon_wp-wink ) Straßentieren ein Zuhause
  • Unterstützen Sie unsere Tierschutzarbeit durch Geld-, Futter- oder Sachspenden

♡ ♡ ♡   DANKE für Ihre Unterstützung!   ♡ ♡ ♡